In unserer Initiative gibt es einen inneren Kreis von Menschen, die das Gesamtprojekt verantwortlich vorantreiben (das sind im Moment zugleich die Mitglieder des Vereins WoPflBau e.V., siehe unten), und einen zweiten Kreis derer, die sich für eine aktive Mitarbeit interessieren und in einer Art Annäherungsphase dabei sind. Im zweiten Kreis sind auch Menschen, die uns mit Wissen und Fähigkeiten unterstützen. Gerne auch mit Geld. Ein dritter Kreis besteht dann aus denen, die einfach nur unseren (bisher noch unregelmäßig erscheinenden) WoPflBrief beziehen.
Im Dezember 2022 wurde ein Teil unserer Initiative als Verein ins Vereinsregister des Amtsgerichts Freiburg eingetragen. Zuerst hieß er "WoPflBau e.V.", aber das Finanzamt verweigerte die Gemeinnützigkeit, weil Wohnen nicht gemeinnützig sein durfte. Dann nannten wir ihn "WoPflBau Pflege e.V." und entfernten das Wohnen aus dem Vereinszweck. Seit 1.1.2025 darf aber bundesgesetzlich auch Wohnen unter bestimmten Bedingungen wieder gemeinnützig sein, und jetzt heißen wir doch wieder "WoPflBau e.V."
Der Verein soll denen einen rechtlichen Rahmen bieten, die Wohnen, Betreuung und Pflege im Zusammenhang mit Bauernhöfen, also unser Projekt verantwortlich tragen und voranbringen wollen. Für seine Satzungszwecke haben wir die steuerliche Gemeinnützigkeit erhalten. (Hier ist die Satzung.)
In den Vorstand haben wir gewählt:
Das dritte Element neben Wohnen und Pflege, die dritte Säule, könnte der (noch zu findende) Bauer oder die Bauernfamilie sein, die ihre eigene Rechtsform ja bereits mitbringt (meist eine GbR).
Vernetzt
Wir sind Gründungsmitglied der sozialen Bürgergemeinschaft Füreinander Kirchzarten e.V., die sich zusammen mit ähnlichen Gemeinschaften (Stegen, Oberried) für ehrenamtliches Engagement in den Dreisamtal-Gemeinden einsetzt.
Seit Oktober 2026 sind wir auch Gründungsmitglied des Vereins Soziale Landwirtschaft Baden-Württemberg e.V. mit Sitz in Waldkirch. Er will die soziale, pädagogische und therapeutische Arbeit mit Tieren, Pflanzen und Natur auf traditionellen Bauernhöfen fördern, vor allem im stark kleinbäuerlich geprägten Südwesten der Bundesrepublik.
Insgesamt sind wir im Moment etwa 20 bis 25 Personen zwischen 1 und 75 Jahren, die sich gemeinsam für eine menschenwürdiges Wohnen, Pflege und Betreuung in natürlicher Umgebung im Zusammenhang mit Bauernhöfen einsetzen und einen Wohn- und Pflegebauernhof aufbauen möchten. Sie kommen aus allen möglichen Berufen: Handwerk, Technik, Architektur, Kunst und Kultur, Wissenschaft, Pädagogik, Therapie, Gesundheit... Hier stellen sich einige von ihnen vor.

Manche Bereiche fehlen uns aber noch, z.B. Menschen, die sich mit Gesetzen und mit Finanzen auskennen.
Dies sind unsere Leit-Werte, die wir stetig hinterfragen und weiterentwickeln wollen. Sie sollen für alle gelten, die zu unserem Gesamtprojekt gehören. Auch später für die, die vielleicht einmal auf einem Hof im Mehrgenerationen-Projekt wohnen möchten, und als Rahmen auch für die Pflege, die wir dort ermöglichen wollen:
Aktives Leben: Jeder Mensch hat etwas zu geben, bis zum Lebensende. Das wollen wir ermöglichen und fördern.
Vielfältig: Wir wollen soziale Vielfalt und weltanschauliche Offenheit leben. Wir freuen uns über lebendigen Austausch verschiedener Sichten der Welt (Welt-Anschauungen, auch religiösen und spirituellen Sichtweisen), möchten aber dogmatischen Haltungen und Überzeugungen keinen Platz in unserer Gemeinschaft geben.
Zusammenleben: Auch der Tod gehört zum Leben. Bis dahin wollen wir, wenn gewünscht, zusammenleben. Wem es noch gut geht, kann für die sorgen, die mehr Hilfe brauchen. Und für die Pflege gibt es einen Pflegedienst. Sowohl individueller Rückzug als auch gegenseitige Hilfe sollen unser Leben prägen können.
Jung und Alt: Wir streben an, alle Altersstufen zu integrieren. Kinder sollen den Erfahrungsschatz der Älteren erleben, Ältere sich an der Frische und Tatkraft der jungen Menschen erfreuen und auch reiben können. Vielleicht schaffen wir einen Natur-Kindergarten.
Pflege: Wir wollen Pflege und Begleitung im Alter und bei Behinderung menschenwürdiger gestalten als in Einrichtungen der Altenpflege heute üblich, sowohl für uns selbst als auch für Andere.
Kunst: Auch Kultur gehört zum Leben. "Jeder Mensch ist ein Künstler" (Joseph Beuys) und viele sind spätestens in der nachberuflichen Lebensphase frei für künstlerisches Tun, sei es in traditionellen oder innovativen Formen. Wir denken an Erzählen, Musizieren, Bewegen und vieles andere. Aber auch Handwerk gehört zum Leben.
Tiere, Pflanzen, Natur: Wir sind Teil der Natur. Deshalb wollen wir sie hegen und pflegen und wünschen uns ein naturnahes, verantwortungsvolles Leben auf einem Bauernhof. Am liebsten auf einem Hof, der biologisch-nachhaltig wirtschaftet.
Unsere Leitwerte verbinden wir mit 3 Dokumenten, die diese Werte in einen größeren Zusammenhang einordnen:
