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Pflege-Wohngemeinschaften gleichstellen! 
(1.6.2023)

Das fordert die Landesarbeitsgemeinschaft ambulant betreute Wohngemeinschaften Baden-Württemberg e.V. (LABEWO) mit einer Petition (siehe hier).

Schon seit Anfang 2022 erhalten Menschen, die in Pflegeheimen rundum versorgt und betreut werden, für die Pflegegrade 2–5 einen mit der Dauer des Aufenthalts steigenden Entlastungszuschlag für die Kosten der Alltagspflege. Dadurch werden Heimbewohner ab dem vierten Jahr ihres Aufenthalts um 1.000 Euro entlastet. Ab 2024 soll die Entlastung sogar ca. 1.300 Euro betragen (Zahlen für Baden-Württemberg nach vdek und PUEG).

Das ist gut so. Aber: Diese Entlastung gilt nur in der stationären Pflege, also im Heim, nicht in der ambulanten Pflege und nicht für innovative Pflegeformen wie ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften.

Dabei hatten die Regierungsparteien noch im Koalitionsvertrag versprochen: 

"Wir ergänzen das Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) um  innovative quartiernahe Wohnformen und ermöglichen deren Förderung gemeinsam  mit Bund, Ländern und Kommunen.“ 

Die innovativste quartiernahe Wohnform ist wohl zur Zeit die ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaft. Auch sie muss gleichermaßen wie die Pflege im Heim entlastet werden!

Wir haben gewonnen!
(20.2.2023)

Ab März sind wir Teil des "D-Care Lab BW 2023". Dieses Förderprogramm wird vom Grünhof e.V. in Partnerschaft mit der Diakonie Baden-Württemberg durchgeführt und finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat, und wird kofinanziert durch die Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern. Gesucht werden "innovative Lösungsansätze für konkrete Herausforderungen im Bereich der ambulanten Pflege, Kurzzeitpflege und sozialräumlichen Versorgung."

Wir werden 7 Monate lang unterstützt mit 5 Workshops und zwischendrin Einzel-Coaching. Am Ende soll ein möglichst fertiges Konzept stehen und ein umsetzbarer Business-Plan. Bei uns wird das Ergebnis vermutlich etwas weniger konkret ausfallen, da wir noch nicht wissen, mit welcher Bauernfamilie und auf welchem Hof wir unser Projekt verwirklichen können. Eher wird es mehrere Alternativen geben, die wir durchdenken und so weit es geht zu Ende planen. 

Für dieses Förderprogramm müssen sich immer zwei "Tandem-Partner" zusammentun. Unser Partner ist die Gemeinde Kirchzarten. Zusammen mit zwei von Bürgermeister Andreas Hall beauftragten Personen – Anita Müller, Inklusionsvermittlerin der Gemeinde Kirchzarten, und Melanie Hildmann, Vorsitzende des Behindertenbeirats Breisgau-Hochschwarzwald – werden wir die Idee des Wohn- und Pflegebauernhofs weiterentwickeln.